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Capio Schlossklinik Abtsee


Abtsee 31
83410 Laufen

Tel.: +49 (0)8682 917-0
Fax: +49 (0)8682 917-110 
E-Mail: info.csa@de.capio.com

Medizin und Pflege
an der Capio Schlossklinik Abtsee

Krampfadern

Venenerkrankungen, dazu zählen Krampfadern, entwickeln sich langsam über Jahre – häufig unbemerkt. Das ist besonders trügerisch, denn sie schreiten unaufhaltsam voran. Studien bestätigen,  dass 90 Prozent der Erwachsenen eine Venenveränderung haben. Die häufigste sind Krampfadern.

Krampfadern können operativ und nicht-operativ behandelt werden

Jeder Behandlungsbefund ist so individuell wie der Patient. Darum bieten wir unseren Patienten die gesamten Behandlungsmöglichkeiten von Krampfadern. Nach der Diagnose wird der individuelle Therapieplan erstellt. Je nach Art und Schwere der Venenkrankheit werden Sie konservativ (nicht operativ) oder operativ behandelt. Sollte ein operativer Eingriff nötig sein, setzen wir eine sehr schonende Lokalanästhesie ein. Auf Wunsch ist Vollnarkose möglich.

Das sollten Sie über Krampfaderbehandlungen wissen

Ziel jeder Krampfaderbehandlung ist es, den Blutfluss der Venen zu verbessern. Zunächst versuchen wir dieses Ziel mit konservativen, also Behandlungsmethoden ohne Operation, zu erreichen. In diesem Rahmen bieten wir Kompressionsbehandlungen, Verödungen sowie angeleitete Venengymnastik und Venen-Walking an.  
                                  
Erst wenn alle konservativen Behandlungsmethoden nicht den gewünschten langfristigen Erfolg zeigen, raten wir zu operativen Eingriffen. Wir führen in der Capio Schlossklinik Abtsee ambulante und stationäre Venenoperationen durch. Unsere Venenexperten beherrschen das gesamte Spektrum langjährig bewährter wie modernster Operationsverfahren, die wir mit Ihnen gemeinsam abstimmen.

Diagnostik

Schmerzfreie und Risikolose Untersuchung von Krampfadern

Die Voruntersuchung/Venendiagnostik der Krampfadern wird in der Capio Schlossklinik Abtsee ambulant durchgeführt und dauert etwa 30 Minuten. In einem ersten Gespräch fragen unsere erfahrenen Ärzte nach aktuellen Beschwerden und eventuellen Vorerkrankungen. Die Venendiagnostik ist schmerzfrei, risikolos und macht in fast allen Fällen die Aufnahme von Röntgenbildern überflüssig. Folgende Untersuchungs-Methoden helfen uns, den Blutfluss in den Venen einzuschätzen:

Bei der Lichtreflexionsrheographie, kurz LRR, untersuchen wir mit Infrarotlicht die Volumenschwankung der venösen Gefäße im Unterhautfettgewebe. Das Infrarotlicht wird von der Haut umso mehr reflektiert, je heller bzw. blutärmer die Haut ist. Wir können mit dem Messprinzip sowohl Gefäßveränderungen im tiefen als auch im oberflächlichen Venensystem erkennen und überprüfen, ob der venöse Blutkreislauf intakt oder gestört ist. Vor einer geplanten Krampfaderoperation können unsere Venenspezialisten zudem feststellen, ob der Eingriff zu einer Verbesserung oder im Idealfall zu einer Normalisierung des venösen Blutkreislaufes führen wird.

Mit der Venenverschlussplethysmographie (VVP) messen wir indirekt die Volumenänderungen in den Venen. Nach dem Anlegen von Staumanschetten am Oberschenkel und Messmanschetten am Unterschenkel werden diese aufgepumpt und für etwa drei Minuten so belassen. Nun kann das arterielle Blut zwar in die Beine hinein-, das venöse Blut jedoch nicht wieder hinausströmen (Venendrainage). Die Beine werden damit kaum merklich dicker. Neben der Veränderung des Beinumfangs überprüfen wir die Ruhedurchblutung, die venöse Kapazität des Gefäßsystems und den venöse Blutausstrom.

Mit dieser speziellen Ultraschall-Methode zur Erkennung von Krampfadern können wir die Strömung des Blutes sowohl im arteriellen als auch im venösen System hörbar und auf einer Kurve sichtbar erfassen. Der Ultraschall-Doppler macht eine Aussage darüber möglich, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit das Blut fließt. Zudem erlaubt die Doppler-Sonografie eine Messung der arteriellen Blutdruckwerte und damit der Durchblutungsqualität der Beine. Beim Verdacht auf Durchblutungsstörungen kann unser Team Engstellen auf ihre klinische Relevanz hin überprüfen.

Die Farbduplex-Sonographie ermöglicht eine Darstellung der Blutgefäße sowie des umgebenden Gewebes. Arterien und Venen können in Größe, Form, Aussehen und Lage zueinander beurteilt werden. Darüber hinaus werden Muskulatur, Unterhaut und benachbarte Gelenkabschnitte gezeigt.
Die Kompressionssonographie erlaubt uns eine zuverlässige Aussage über die Durchgängigkeit von tiefen und oberflächlichen Venen. Die technische Kombination mit der Dopplersonographie ermöglicht es, eine umfassende Beurteilung des arteriellen und venösen Gefäßsystems sowohl in der Tiefe als auch in der Oberfläche in Aussehen, Lage, Form und Funktion durchzuführen. Insgesamt ist die Farbduplex- Sonographie der Goldstandard in der Diagnostik der Blutgefäße.

Konservative Therapien

Krampfadern dauerhaft veröden

Wenn ein operativer Eingriff zur Behandlung der Krampfadern (noch) nicht erforderlich ist, erwartet den Patienten eine fachgerechte, konservative Therapie. Dazu bieten unsere Spezialisten eine Krampfaderverödung an. 

Weitere Verfahren zur Behandlung von Krampfadern

Abhängig vom Venenleiden setzen wir zudem Lymphdrainagen, Kompressionsbehandlungen, Physiotherapien und Naturheilverfahren zur Behandlung der Krampfadern ein. Unter kompetenter Anleitung, können Patienten in der Capio Schlossklinik Abtsee Venengymnastik und Venen-Walking üben und zu Hause weiterführen.

Medizinische Kompressionsbehandlung

Unter dieser Behandlungsform versteht man das Zusammendrücken (Kompression) der erweiterten Venen durch mechanischen Druck von außen. Durch diesen dauerhaften Druck werden die Venenwände zusammengepresst, was deren natürliche Rückstromfunktion unterstützt. So kann gestautes Blut wieder zurückfließen. 

Bei Krampfader-Patienten müssen spezielle Strümpfe im Fachhandel angepasst werden. Es gibt unterschiedliche Größen und auch Druckstärken, die, je nach Stadium der Krankheit, in Frage kommen. Die Anwendung und Anpassung sollte vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, der Gegenanzeigen (wie z.B. eine schwere Erkrankung der Schlagadern) abklärt. 

Medizinische Kompressionsstrümpfe, die individuell angepasst sind, können bei leichten Krampfadern bereits eine deutliche Minderung bis hin zur Symptomfreiheit bewirken. Hierfür müssen die Strümpfe jedoch sehr regelmäßig über einen längeren Zeitraum getragen werden. Bei fortgeschrittenem Leiden verhindern Kompressionsstrümpfe, dass es zu schlimmeren Folgeerscheinungen (Ödem, Thrombose, offenes Bein) kommt. 
 

Minimal-invasive Therapien

Venen verschließen statt entfernen, wenn der Befund es zulässt

Unsere Venenspezialisten in der Capio Schlossklinik Abtsee setzen seit vielen Jahren auch endovenöse Therapieverfahren als Alternative zum traditionellen chirurgischen Eingriff ein, wenn der Befund es zulässt. Dabei bedeutet „endovenös", dass erkrankte Stammvenen nicht entfernt, sondern über einen Katheter oder Laser von innen verschlossen werden, sodass kein Blut mehr durchfließen kann. 

Die Genesung des Patienten erfolgt nach einer solchen Venenbehandlung zeitnah. Zudem erzielt die Methode ein gutes kosmetisches Ergebnis, da weniger Narben zurück bleiben. Allerdings übernehmen nicht alle gesetzlichen Krankenversicherungen diese Eingriffe. Das klären wir gern für Sie ab.

Wir bieten folgende minimal-invasive Verfahren an:

  • Der Eingriff dauert insgesamt 30 – 40 Minuten und kann auch ambulant durchgeführt werden.
  • Der Eingriff wird vorzugsweise in Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt
  • Ein Leistenschnitt wird im Regelfall nicht durchgeführt.
  • Eine Kontrolle erfolgt in der Regel am Tag nach dem Eingriff.
  • Der Patient trägt 10 Tage einen Kompressionsstrumpf.

Befunde, bei denen die Radiowellentherapie in Betracht kommt:

  • Stammvenenerkrankung und massiver Adipositas (Fettleibigkeit).
  • Patienten mit bestimmten Formen neu auftretender Krampfadern.
  • Sehr junge Patienten mit operationswürdiger Stammvenenerkrankung.
  • Patienten, die eine Strippingoperation ablehnen.

Bei dieser Behandlung wird eine Spezialsonde in die erkrankten Venenpartien eingeführt. Diese werden nicht entfernt, sondern mit Hilfe starker Laserimpulse von innen "verschweisst".

Durch eine Punktion in Kniehöhe oder am Unterschenkel wird der durch Ultraschall gesteuerte Laserkatheter in die Stammvene eingeführt und korrekt platziert. Die große Hitzeentwicklung des Laserstrahls verschließt die Vene von innen. Äußere Seitenäste werden im Anschluss über Miniphlebektomie entfernt.       

Bei der Schaumverödung handelt es sich um eine Verödungsbehandlung mit geschäumten Verödungsmitteln, die bei größeren Krampfadern besser wirken als flüssige Verödungsmittel. Sie eignet sich für bestimmte Formen von Venenerkrankungen, unter anderem z. B. für so genannte Pudendavarizen, die im Schambereich, insbesondere nach Entbindungen auftreten, sowie für Seitenastvarizen in vorgeschädigter Haut. Auch Krampfadern in der Umgebung eines offenen Beines lassen sich mit dieser Methode sehr gut ausschalten.

Oftmals wird die Schaumverödungsbehandlung mit einer Operation kombiniert oder einer Operation angeschlossen. Ob im individuellen Fall die Methode als Alternative oder Ergänzung zu einer Operation zu empfehlen ist, muss der erfahrene Venenfacharzt (Phlebologe) entscheiden.

Operationsverfahren

Stripping

Das "Stripping“ ist die bekannteste Operationstechnik bei Krampfadern. Dabei wird die kranke Vene nach Einführen einer Sonde im Bereich der Leiste durch einen kleinen Schnitt am Ober- oder Unterschenkel herausgezogen (strippen = herausziehen).
Dieses bewährte OP-Verfahren wird am häufigsten angewandt. Keine Technik ist so oft erfolgreich erprobt worden und bietet eine so hohe Erfolgsrate wie das Stripping. Es eignet sich auch für besonders schwierige Fälle, wie zum Beispiel erkrankte Stammvenen.

Verfeinerungen der Strippingmethode, die besonders gewebeschonendes Operieren und/oder perfekte kosmetische Ergebnisse ermöglichen, sind zum Beispiel das  PIN-Stripping (Perforationsinvaginationsstripping mit besonders feinen Sonden oder das Kryostripping (Entfernung der Stammvene mit Kältesonde) Beide Verfahren führen wir bei geeigneten Befunden durch.

Crossektomie

Wenn in Leiste oder Kniekehle eine entscheidende Venenklappe versagt, was zu Stauungen im venösen Kreislauf des Beines führt, wird die defekte vordere oder hintere Stammvene im Mündungsbereich von der tiefen Vene getrennt. Der ehemalige Zusammenfluss zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem ist an dieser Stelle nun verschlossen.

Gleichzeitig werden parallel einmündende Seitenäste unterbunden. Nun fließt das Blut ausschließlich über das tiefe Venensystem zurück zum Herzen. Kommunikationen zwischen Oberfläche und Tiefe finden über zahlreiche verbleibende Verbindungen weiterhin statt.

Phlebektomie

Die so genannte Miniphlebektomie bedeutet die Feinarbeit nach Operation der Stammvene: Über winzige Stiche in der Haut werden oberflächlich liegende Seitenäste mit einem speziellen häkelnadelähnlichen Instrument präpariert und herausgezogen. Die kleinen Stiche verheilen im Idealfall narbenfrei. Diese Art der Seitenastentfernung hat sich in modernen Venenzentren fest etabliert.

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